Einen geeigneten Babynamen zu finden ist für werdende Eltern oft ein langer Weg. Immerhin wird dieser Name ihr Kind ein Leben lang begleiten. Schon so manches Kind hat seine Eltern verwunschen, weil sie ihm einen Namen mit auf den Weg gegeben haben, der lustige Spitznamen oder unschöne Assoziationen geradezu provozierte. Deshalb haben wir zusammengetragen, worauf Sie bei der Auswahl eines Babynamens achten sollten.

Das Namensrecht: Erlaubte weibliche und männliche Vornamen

Name Leonardo auf Babybauch

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In Deutschland ist in Sachen Namensrecht längst nicht alles erlaubt. Auch wenn es kein Gesetz gibt, in dem klar definiert ist, welche Namen zulässig sind und welche nicht, so gibt es doch einige Urteile, die so etwas wie einen Rahmen ziehen. Beachten Sie deshalb folgende Vorgaben:

  • Das Geschlecht muss eindeutig erkennbar sein. Ist das nicht der Fall, muss ein eindeutiger zweiter Vorname her.
  • Der Name darf nicht lächerlich klingen oder gar beleidigend wirken.
  • Es dürfen maximal fünf Vornamen
  • Kurzformen von Vornamen sind erlaubt, nicht aber Kosenamen.
  • Nicht erlaubt sind Namen aus der Bibel, mit denen man Negatives verbindet (z. B. Judas).
  • Unzulässig sind ebenso die Namen von Orten und Städten, Markennamen und Familiennamen.

Gute Beispiele für Verstöße gegen diese Vorgaben sind beispielsweise diese in der Vergangenheit bereits von Standesämtern abgelehnte Namen:

  • Atomfried
  • Satan
  • Lenin
  • Störenfried
  • Sputnik
  • Schnucki
  • Schroeder
  • Bierstübl

Die Top 10 Babynamen

Jedes Jahr werden die zehn beliebtesten Babynamen veröffentlicht. Im Jahr 2014 haben es diese Namen in die Top 10 geschafft:

Deutsche Mädchennamen

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Babynamen Junge Babynamen Mädchen
  • Ben
  • Louis
  • Paul
  • Lukas
  • Jonas
  • Leon
  • Finn
  • Noah
  • Elias
  • Luca
  • Emma
  • Mia
  • Hannah
  • Sofia
  • Emilia
  • Anna
  • Lena
  • Lea
  • Emily
  • Marie

 

Übrigens haben sich die beliebtesten Vornamen im Laufe der Jahrhunderte ziemlich verändert. Im Jahr 1900 waren die Top 10 folgendermaßen belegt:

  • weibliche Babynamen: Anna, Martha, Frieda, Emma, Marie, Elisabeth, Maria, Berta, Gertrud, Margarethe
  • männliche Babynamen: Wilhelm, Karl, Heinrich, Hermann, Friedrich, Paul, Otto, Ernst, Hans, Walter

Babynamen international: Lassen Sie sich inspirieren

Es muss nicht zwingend immer ein deutscher Babyname sein – auch andere Länder halten viele schöne Inspirationen für Sie bereit. Einige der beliebtesten Babynamen international sind:

Nationalität Jungen Mädchen
Babynamen türkisch Hasan, Yasha, Devin Eske, Selma, Selina
Babynamen italienisch Francesco, Alessandro, Andrea Sofia, Giulia, Martina
Babynamen nordisch Lasse, Sören, Kjell Svenja, Hedda, Lennja
Babynamen altdeutsch Fynn, Jan, Fiete Traudel, Selma, Hilde
Babynamen arabisch Hasan, Neven, Yasha Hayet, Selma, Zohra
Babynamen englisch Oliver, Jack, Harry Olivia, Emily, Amelia
Babynamen skandinavisch Kjell, Sven, Torsten Svea, Finja, Björk
Babynamen französisch Mathéo, Philippe, Maurice Jade, Léa, Chloé
Babynamen spanisch Rory, Ivo, Damian Leonie, Jasmin, Helena
Babynamen russisch Alexander, Dimitrij, Andrej Anastasija, Jekaterina, Ljudmila
Babynamen schwedisch Erik, Lars, Per Birgitta, Elisabet, Helena

Die Bedeutung von Babynamen

Die meisten Babynamen haben eine Bedeutung und vielen Eltern ist gerade sie besonders wichtig. Doch was bedeuten eigentlich Deutschlands beliebteste Vornamen? Wir haben für Sie recherchiert:

  • Ben: Sohn von …
  • Louis: berühmter Kämpfer, Krieger
  • Paul: der Kleine
  • Emma: die Fleißige, allumfassend, groß
  • Mia: die Widerspenstige, die Ungezähmte
  • Hannah: die Anmutige

Auch wenn die Bedeutung für Sie persönlich wichtig ist – bedenken Sie, dass der Name nicht nur eine schöne Bedeutung haben, sondern vor allem auch schön klingen soll.

Babynamen finden: Darauf sollten Sie achten

Sie haben einen Namen gefunden und sind sich nicht sicher, ob er wirklich passt? Diese Tipps helfen Ihnen, den richtigen Babynamen zu finden:

Babyname auswählen

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  1. Babynamen passend zum Nachnamen: Ist Ihr Familienname recht lang, entscheiden Sie sich besser für einen kurzen Vornamen und umgekehrt. Bei langen Namen überlegen Sie sich immer: Wird der Name später einmal auf ein Klingelschild passen?
  2. Endung des Vornamens: Endet der Vorname mit demselben Buchstaben, mit dem der Nachname beginnt, neigt man beim Sprechen dazu, diesen zu verschlucken bzw. die zwei Namen zu einer Einheit zu verschmelzen (z. B. Daniel Lohmeier). Achten Sie daher auf unterschiedliche Buchstaben.
  3. Wortspiele: Auch wenn es vielleicht auf den ersten Blick lustig erscheinen mag, Ihr Kind wird für Wortspiele mit seinem Namen später höchstwahrscheinlich Spott und Häme ernten (z. B. Rosa Schlüpfer).
  4. Schreibweise: Viele Eltern wählen eine Schreibweise, die nicht dem Standard entspricht oder wählen sehr unbekannte, komplizierte Namen und vergessen dabei, dass ihr Kind diese ein Leben lang buchstabieren müssen wird.
  5. Zu ausgefallen: Vornamen dürfen durchaus ausgefallen sein. Einen so besonderen Vornamen allerdings mit einem „Allerweltsnachnamen“ zu kombinieren könnte fast als Verbrechen am eigenen Kind durchgehen (z. B. Jayden Müller, Esmeralda Maier).
  6. Modenamen: Modenamen sind meist vorübergehende Erscheinungen und Trends, wovon sich viele Eltern inspirieren lassen. Ehe Sie sich für einen solchen Vornamen entscheiden, sollten Sie sich überlegen, ob Ihnen der Name auch in einigen Jahren noch gefallen wird. Außerdem bringen Modenamen den Nachteil mit, dass Ihr Kind in Kindergarten und Schule damit nie allein sein wird. Es ist dann üblich, dass die Kinder ständig mit Vor- und Zunamen angesprochen werden, um sie auseinander zu halten.
  7. Kinder und Erwachsene: Es gibt Vornamen, die zu einem Baby hervorragend passen und richtig süß und verspielt sind. Es kann allerdings passieren, dass diese einem Erwachsenen so gar nicht stehen. Denken Sie also daran, dass Ihr Kind den gewählten Namen auch mit 50 oder 70 Jahren noch mit Würde tragen können möchte.
  8. Vererbte Vornamen: Ziehen Sie in Erwägung, Ihr Kind nach einem Verwandten zu benennen? Dagegen spricht im Grunde genommen nichts. War es aber ausgerechnet Tante Kunigunde oder Opa Heinrich, an den Sie erinnern wollen, reicht es vielleicht auch, den Namen zum Zweitnamen zu machen.
  9. Doppelnamen: Doppelnamen liegen nach wie vor im Trend. Bedenken Sie allerdings die Länge des Namens. Wenn der Nachname ohnehin recht lang ist, ist ein Doppelname nicht empfehlenswert. Alternativ können Sie in diesem Fall statt des Doppelnamens einen Zweitnamen (ohne Bindestrich) vergeben. Diesen können Sie im Alltag sprechen, Ihr Kind muss den zweiten Namen aber bei Unterschriften oder in Formularen nicht angeben.
  10. Initialen: Manchmal ergeben die Initialen von Namen mit mehreren Bestandteilen peinliche Wörter (z. B. Sandra Amelie Uhrmann). Wehe Ihrem Kind, wenn einer der späteren Schulkameraden das herausfindet.

Ob Sie am Ende wirklich an alles gedacht haben, können Sie auch noch einmal durch unsere Infografik über Babynamen überprüfen:

infografik-babynamen

Vornamen verraten – oder lieber doch nicht?

„Wisst ihr schon, wie es heißen soll?“ ist eine der Fragen, die werdenden Eltern mit am häufigsten gestellt wird. Wenn Sie nicht möchten, dass Ihnen der Name schlecht geredet wird, sollten Sie ihn vorsichtshalber für sich behalten, denn höchstwahrscheinlich wird es irgendetwas an Ihrer Wahl auszusetzen geben. Allerdings kann es auch Vorteile haben, wenn Sie den Namen bereits im Vorfeld verraten, vielleicht ja auch im Kreise der Freundinnen bei der Baby Shower. Möglicherweise gibt es nämlich negative Aspekte an Ihrer Wahl, die Sie nicht bedacht haben.

Spätestens verraten werden Sie den Namen sicherlich, wenn Sie Ihren Verwandten und Freunden die Geburtsanzeige mit einem Foto des Neugeborenen schicken. Übrigens: Geburtsanzeigen und Einladungen zur Taufe gestalten Sie bei Meine Kartenmanufaktur ganz einfach und ohne Vorkenntnisse!

Tipp: Sie haben den perfekten Babynamen gefunden? Dann steht als nächstes die Taufe an. Hier bekommen Sie Tipps für eine gelungene Tauffeier.