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Das Baby-Scrapbook: Unser E-Book für Eure schönsten Erinnerungen

Von der Schwangerschaft über die Geburt bis hin zum ersten Geburtstag – kaum eine Lebensphase hält so viele emotionale Momente bereit wie diese. Da Erinnerungen jedoch bekanntlich verblassen, müssen wir sie festhalten. Besonders gut gelingt das mit einer modernen Art des Fotoalbums: dem Scrapbook. Unser E-Book zeigt Euch, wie es geht!

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Wir sind schwanger: Die besten Ideen, um die Schwangerschaft zu verkünden

Endlich ist der Schwangerschaftstest positiv. Am liebsten würden Sie es gleich allen erzählen? Ob Sie wie viele andere Eltern die ersten drei Monate abwarten oder es Ihren Eltern und Freunden gleich mitteilen wollen, in jedem Fall sollten Sie die Ankündigung der Schwangerschaft mit einer witzigen Idee verknüpfen, um diesem besonderen Ereignis den richtigen Rahmen zu geben. Heute zeigen wir Ihnen hübsche Ideen, um die Schwangerschaft zu verkünden, die aus aller Welt kommen.

Baby Loading: Ihr Baby wird gerade geladen

Bauch einer schwangeren Frau

©istock.com/Mixmike

Für diese Idee brauchen Sie nur Ihren Bauch – egal ob mit oder ohne Rundung. Malen Sie einen Balken, den Sie je nach Schwangerschaftsfortschritt ausmalen, z. B. zu einem Drittel, wenn Sie das erste Trimester geschafft haben. Darunter schreiben Sie „33 %“ (oder die entsprechende Prozentangabe) und oberhalb „LOADING“. Machen Sie ein Foto von Ihrem Bauch und gestalten Sie damit eine „Wir sind schwanger“-Karte, mit der Sie zum Beispiel Ihre Eltern überraschen können. Übrigens macht sich das Foto später auch in einem Babybuch sehr gut!

Tipp: Um Ihren Babybauch zu bemalen, brauchen Sie keine teuren Farben aus dem Babyfachgeschäft. Ganz normale Fingermalfarben für Kinder, Faschingsschminke oder sogar ein handelsüblicher Kajalstift erfüllen ihren Zweck.

Passend zu Halloween: Kleiner Kürbis, großer Kürbis

Stellen Sie Ihre Familie mit Kürbissen dar. Jedes Familienmitglied bekommt einen eigenen Kürbis:

  • zwei große Kürbisse = Mama und Papa
  • ein kleinerer Kürbis zwischen den zwei großen Exemplaren = älteres Geschwisterkind
  • Minikürbis = Baby

Toll sieht es aus, wenn Sie den Mama-Kürbis aushöhlen und von vorne ein Loch in die Schale schnitzen. Dort hinein legen Sie den Minikürbis, der damit in Mamas Bauch steckt. Diesen Willkommensgruß legen Sie vor die Haustüre, sodass Besucher, die genau hinschauen, über den angehenden, neuen Erdenbewohner informiert werden. Alle anderen bekommen Karten zur Schwangerschaft, auf die Sie das Foto von den Kürbissen drucken lassen.

Was ist drin? Idee für Familien mit mehreren Kindern

Diese schöne Idee, um die Schwangerschaft zu verkünden, eignet sich am besten für Familien, die schon mindestens ein Kind haben. Alle heben auf dem Foto ihr T-Shirt hoch, sodass der Bauch zum Vorschein kommt. Mit Kajalstift oder Faschingsschminke schreiben Sie darauf, was drin ist:

  • bei Papa: Bier oder Pizza
  • bei Mama: Baby, Mädchen oder Junge
  • bei den Kindern: Smarties, Pommes, Brei oder was auch immer sie gerne essen
eine save the date karte

© meine-kartenmanufaktur.de

Save-the-Date-Karte für die Geburt

Neben den Karten, die Sie sowieso zur Geburt versenden, lassen Sie Ihr Baby Save-the-Date-Karten zur Schwangerschaft an die Omas und Opas verschicken. Gestalten Sie diese dazu ähnlich wie bei einer Hochzeit eine Save-the-Date-Karte, aber aus Sicht Ihres Kindes.

Darin steht beispielsweise: „Bitte besucht mich, Mama und Papa am 3. Juli im Krankenhaus in Berlin. Ich freue mich darauf, euch kennenzulernen! Euer Enkelkind“

Ideen zur Schwangerschaftsverkündung: Alles rund um Schuhe

Weiße Babyschuhe

©istock.com/EmilyPackard

Nicht zuletzt, weil kleine Babyschuhe einfach zu süß sind, werden sie gerne für ein Foto für die Karte zur Schwangerschaft verwendet. Sie brauchen dazu ein paar Schuhe von jedem Familienmitglied sowie ein Paar Babyschuhe – sofern Sie das Geschlecht schon wissen, gerne auch in der passenden Farbe, ansonsten eher neutral. Damit können Sie nun unterschiedliche Motive kreieren und diese mit Sprüchen zur Schwangerschaft kombinieren:

  • Fotografieren Sie jedes Paar Schuhe einzeln, während ein kleines Schild mit dem Namen des Trägers davor steht. Sie können die Namen auch nachträglich beim Kartendesign hinzufügen. Bei den Babyschuhen schreiben Sie entweder den Entbindungstermin, „Baby“ oder – sofern schon bekannt – den Namen des Kindes dazu. Machen Sie aus den Fotos eine kleine Collage für die Karte zur Schwangerschaft.
  • Stellen Sie alle Schuhe der Größe nach sortiert nebeneinander. Darunter schreiben Sie das Geburtsjahr von Mama, Papa, Geschwistern und dem Baby.
  • Sie platzieren wieder alle Schuhe nebeneinander, schreiben dieses Mal aber einen „Wir sind schwanger“-Spruch dazu, zum Beispiel: „Wir vergrößern uns um zwei weitere Füße.“.

Weihnachtsbaby unterwegs: Ein besonderes Geschenk

Ziehen Sie sich ganz schwarz oder rot an und binden Sie sich mehrere dekorative Geschenkbänder in zur Kleidung passenden Farben so um den Babybauch, dass tolle Schleifen entstehen. Daran heften Sie einen Anhänger mit der Aufschrift „Nicht vor Juli 2016 öffnen“. Noch toller wird der Effekt, wenn im Hintergrund ein leuchtender Weihnachtsbaum steht oder ein Geschwisterchen mit erwartungsvollem Blick zu Mamas Bauch aufsieht.

Eine kleine Rechenaufgabe: Wir bekommen Zwillinge

Babyfüße

©istock.com/cbording

Sind bei Ihnen Zwillinge unterwegs? Dann wird Ihnen diese Variante für die Schwangerschaftsankündigung gefallen. Basteln Sie aus Papier oder einem anderen Material ein Pluszeichen, ein Gleichheitszeiten sowie die Zahl, die der zukünftigen Anzahl der Familienmitglieder entspricht. Diese hängen Sie so an die Wand, dass sich gemeinsam mit den Personen eine Rechenaufgabe ergibt:

Papa und Kind + Mama = 5

oder

Papa + Mama = 4

In jedem Fall werden die Empfänger Ihrer „Wir sind schwanger“-Karte kurz zu überlegen haben – und sich dann schon einmal überlegen, wann die Babyshower-Party steigen soll.

Die Ankündigung der Schwangerschaft in einem schönen Rahmen gehört nicht nur in Deutschland zu den wichtigen Babybräuchen. Wie haben Sie Ihren Eltern, Verwandten, Freunden oder Arbeitskollegen von der tollen Neuigkeit erzählt? Wir freuen uns auf viele weitere Anregungen!

Geschenk zur Geburt selber machen: Die kreativsten Ideen

Bald ist es so weit, in wenigen Tagen kommt der Nachwuchs Ihrer Freundin zur Welt, und Ihnen fehlt noch das passende Geschenk? Ob Junge oder Mädchen, die Auswahl an Geschenken zur Geburt ist nicht gerade einfach. Kleidung ist doch sehr stark dem Geschmack unterworfen und noch dazu in Sachen Größe ein Risiko. Kuscheltiere und Schmusetücher werden meist ohnehin zu Hauf verschenkt und Gutscheine für Drogerie & Co. sind zwar nützlich und meist auch willkommen, fühlen sich aber für den Schenkenden doch oftmals ein wenig einfallslos an. Versuchen Sie doch stattdessen, ein Geschenk zur Geburt selber zu machen – die schönsten Ideen stellen wir Ihnen hier vor!

Das kann jeder: Windeltorte basteln

Schon seit einigen Jahren gehören Windeltorten zu den Klassikern der Geburtsgeschenke dazu. Dazu werden eine ganze Menge Windeln – meist braucht man zwei bis drei Packungen – eingerollt und so zusammengesetzt und verbunden, bis sich der Look einer Torte ergibt. Mittlerweile gibt es im Netz auch schon eine große Menge Bastelanleitungen für andere Motive, zum Beispiel für einen Kinderwagen oder eine Babywiege aus Windeln. Das Praktische an der Windeltorte ist: Alles, was dabei ist, können die Eltern ge- und verbrauchen und Sie passen das Geschenk einfach durch die Größe an Ihr Budget an – mehrere Arbeitskollegen zusammen basteln vielleicht eine vierstöckige Torte, eine Einzelperson nur ein zweistöckiges Modell. Eine gut erklärte Anleitung für dieses Geschenk zur Geburt finden Sie hier:

Tipp: Verwenden Sie keine 1er- oder 2er-Windeln (kleinste Größen), sondern eher 3er- und 4er-Windeln. Die kleinen Größen passen nur sehr kurz und bleiben den Eltern dann oftmals übrig. Wenn Sie die Windeltorte mit Babyartikeln anreichern, beziehen Sie die persönlichen Einstellungen der Eltern ein. Viele benötigen überhaupt keine Babypflegeprodukte und nutzen auch keine Schnuller – schade ums Geld. Was meistens gut ankommt, sind Spucktücher, Babyrasseln, Schnullerketten und ähnliches Zubehör.

Geschenk zur Geburt nähen: Personalisierte U-Heft-Hülle

Wenn Sie mit den wichtigsten Nähbasics vertraut sind und eine Nähmaschine besitzen, können Sie ein Geschenk zur Geburt auch nähen. Dafür brauchen Sie lediglich ein wenig Stoff, eventuell zwei Lagen Vlies zum Verstärken sowie Verzierungen (z. B. Applikationen, Webbänder, Stickereien). Das Leben machen Sie sich mit einem geeigneten tutorial oder einem Schnittmuster-E-Book definitiv leichter. Eine gute Anleitung bietet auch dieses Video, bei dem Sie direkt mitmachen können:

Geschenk zur Geburt für Junge oder Mädchen: Selbst gestalteter Body

Strampler selber gestalten

©istock.com/freelancebloke

Die wenigsten frischgebackenen Eltern freuen sich wirklich über Kleidung für das Baby, denn meist ist sie entweder a) in der falschen Größe oder b) für die falsche Jahreszeit oder c) nicht bequem für das Baby oder d) trifft den Geschmack der Eltern nicht. Mit einem selbst gestalteten Stück können Sie aber nichts falsch machen. Sie brauchen dafür zunächst einen unifarbenen, am besten weißen Body. Wichtig: Wählen Sie mindestens Größe 68, besser noch größer, denn die Größen 56 und 62 tragen die meisten Babys nur für sehr kurze Zeit. Zum Bemalen verwenden Sie zum Beispiel Stoffmalfarben und Pinsel, Textilmarker (wie Filzstifte) oder auch Stoffkreiden (wie Wachsmalkreiden). Die Farben halten auch nach dem Waschen und machen Ihr Geschenk zur Geburt für Mädchen oder Junge zum Wegbegleiter für einige Monate.

Geschenk zur Geburt: Personalisierte Schnullerkette

Wenn Sie wissen, dass die Eltern Schnuller verwenden möchten, ist eine selbst gebastelte Schnullerkette eine schöne Geschenkidee. Dafür brauchen Sie lediglich ein wenig Zubehör, z. B. eine Nylonschnur, einige Holzperlen mit Buchstaben und dekorativen Motiven sowie einen Verschluss. Wie Sie beim Basteln vorgehen, zeigt dieses Video:

Das Gute ist: Wenn Sie noch kurz vor knapp ein Geschenk zur Geburt basteln möchten, ist diese Idee sehr gut geeignet, denn nach nur wenigen Minuten ist das gute Stück schon fertig.

Geschenk zur Geburt backen: Leckere Rezepte für stillende Mütter

Kekse auf einem Teller

©istock.com/PhotoInc

Sie wissen, dass die Mutter stillen möchte? Dann können Sie Stillkugeln oder Stillkekse herstellen und so kleine Energieportionen für gestresste Mütter mitbringen, die (noch) keine Zeit zum Kochen finden. Hier zwei Rezepte:

Stillkugeln: Mischen Sie 100 g gekochten Vollkornreis, 120 g Butter, eine Handvoll fein gehackte Nüsse und 100 g Honig. Rösten Sie 330 g geschrotetes Getreide (z. B. Weizen, Gerste, Hafer gemischt) in einer Pfanne ohne Öl und geben Sie es noch warm dazu. Fügen Sie 60 bis 70 ml Wasser hinzu und stellen Sie eine gut formbare Masse her. Aus dieser können Sie nun kleine Bällchen mit einem Durchmesser von 2 cm rollen. Die fertigen Kugeln sollten im Kühlschrank aufbewahrt werden. Vorsicht: Sie sind wahre Kalorienbomben.

Tipp: Peppen Sie das Ganze auf, indem Sie es noch mit Kokosflocken oder Kakaopulver „panieren“.

Stillkekse: Vermengen Sie 100 g Weizenmehl, 125 g Haferflocken (kernig), 50 g Mandelmus, 35 g weiche Butter, 70 g zerstoßene Leinsamen, 70 g brauner Zucker, 70 g gehackte Nüsse, 100 g gehackte Schokolade, 75 ml Wasser, je ½ TL Backpulver, Salz und Zimt sowie etwas Vanille. Formen Sie aus der Masse kleine Kekse und backen Sie sie auf einem Backblech bei 180°C Ober-/Unterhitze für ca. 15 Min.

Genuss auch ohne Kochen: Geschenk zur Geburt für gestresste Erstmütter

Zutaten zu einem rezept

©istock.com/ Floortje

Zeitmangel herrscht mit einem Neugeborenen in den meisten Haushalten vor, zum Kochen bleibt da nicht viel Zeit. Auch noch einige Zeit nach der Geburt ist man körperlich so geschwächt, dass man im Alltag zusätzlich eingeschränkt ist. Ein schönes Geschenk zur Geburt kann daher ein Kochservice sein. Diese Idee können Sie auf unterschiedliche Art und Weise umsetzen:

  • Kochen Sie täglich zur Mittagszeit Ihr normales Mittagessen, aber (je nach Familiengröße) ein paar Portionen mehr und bringen Sie den frischgebackenen Eltern etwas davon vorbei.
  • Sie können auch vorsorgen, indem Sie in den Wochen vor der Geburt bereits mehrfach größere Portionen vom Lieblingsessen der Familie kochen und diese einfrieren, sodass sie sich Tag für Tag aus dem Gefrierschrank bedienen können und doch etwas Gesundes statt Fertiggerichten aus dem Supermarkt essen.
  • Oder Sie stellen (trockene) Zutatenmischungen im Glas her, die die Mutter (oder auch der Vater) nur noch um einige Zutaten ergänzen muss, z. B. für Brot, Risotto, Cookies, Kuchen oder Milchreis.

Wenn die Zeit nicht mehr reicht: Gutschein selber gestalten

Wie eingangs erwähnt, kommen Gutscheine bei frischgebackenen Eltern meist sehr gut an, denn so können sie sich die Kleidung, die ihnen gefällt, die richtige Windelmarke oder auch die Pflegeprodukte aus der bevorzugten Reihe kaufen. Nur eine reine Gutscheinkarte zu überreichen, ist dann aber doch etwas einfallslos. Besser ist es, wenn Sie online Karten gestalten. Hier können Sie die schönsten Schnappschüsse von der Familie oder auch einfach ein schönes Motiv rund ums Baby verwenden, um dem Ganzen etwas Stil zu verleihen. Gestalten Sie beispielsweise eine Klappkarte. Im Inneren finden die Beschenkten Ihren persönlichen Gruß zur Geburt sowie die eingeklebte Geschenkkarte. Fertig ist das perfekte Geschenk zur Geburt für Jungen oder Mädchen.

War eine passende Idee für Sie dabei? Natürlich freuen wir uns über weitere Anregungen zu den schönsten Geschenken zur Geburt zum selber machen!

Geburtsbräuche aus aller Welt: So wird die Ankunft des Neugeborenen gefeiert

Eine Geburt ist ein ganz besonderer, magischer Moment, an dem neben den Eltern oftmals auch die komplette Familie oder die Freunde teilhaben wollen. Das kleine Wunder soll gefeiert und gesegnet werden, damit es möglichst viel Freude in seinem Leben verbreitet. Die Geburt in Indien beispielsweise wird von spannenden Bräuchen begleitet. In einem Dorf namens Plipantri pflanzt man zur Geburt eines Mädchens stets 111 neue Bäume und hegt und pflegt sie, sodass sie ebenso wie das Mädchen gesund heranwachsen. Über eine Viertel Million Bäume wurden so im Laufe der Zeit gepflanzt. Wir haben uns umgesehen, welche Geburtsrituale Eltern und ihre Angehörigen in Deutschland pflegen und wie sich die Traditionen weltweit davon unterscheiden.

Brauch zur Geburt: regionale Unterschiede in Deutschland

In Deutschland gibt es ein reges Brauchtum rund um die Geburt, das jedoch je nach Region unterschiedlich ausfällt. Hier einige Traditionen, die vieler Orten begangen werden:

Babykleidung auf Wäscheleine

© istock.com/poplasen

  • Storch/Wäscheleine/Bäumchen stellen: Je nach Region stellt man einen Storch im Garten der frischgebackenen Eltern auf, spannt eine Wäscheleine an der Hausfassade oder platziert ein Bäumchen im Garten. Der Storch trägt eine Babypuppe in einer entweder rosa (= Mädchen) oder blau (= Junge) gefärbten Windel im Schnabel. An der Wäscheleine oder am Bäumchen hängt man stattdessen Babykleidung, Spielsachen oder Schnuller auf.
  • Hühnerfest: Diesen Geburtsbrauch begeht man vor allem in Ostberlin. Dabei schlachtet der Vater des Neugeborenen ein Huhn, das er gemeinsam mit Freunden und Verwandten ausnimmt und daraus eine Hühnersuppe kocht. Anschließend wird sie gemeinsam verzehrt – eine Fleischeinlage bekommen aber nur die Männer, die schon Vater sind.
  • Umtrunk: In vielen Gegenden findet zuhause ein Umtrunk statt, mit dem alle gemeinsam die Geburt feiern, während die Mutter mit dem Kind noch im Krankenhaus ist. Was vor der Geburt die Baby Shower ist, ist der Umtrunk nach der Geburt. Teilweise warten die Väter damit auch, bis die Familie wieder komplett zuhause ist, damit auch die Mutter beim Umtrunk dabei sein kann.
  • Bäumchen pflanzen: Ähnlich wie in Plipantri hat auch das Pflanzen von Bäumchen eine große Tradition in Deutschland, wobei man sich hier auf ein Exemplar beschränkt. Traditionell vergräbt der Vater die Plazenta im Garten und pflanzt darauf ein Bäumchen – einen Apfelbaum für einen Jungen, einen Birnbaum für ein Mädchen. Im Regelfall tragen sie dann zum ersten Mal Früchte, wenn das Kind eingeschult wird.
  • Bixnmacherei: Dieser Geburtsbrauch ist vor allem in Bayern verbreitet. Freunde oder Verwandte stellen dabei am Straßenrand ein Schild auf, auf dem „Zur Bixnmacherei“ steht. Als „Bixn“ bezeichnet man in Bayern Mädchen, das Schild deutet also daraufhin, dass in dem Haushalt „nur“ Mädchen geboren werden. Früher war dies Anlass für die Nachbarn, dem Vater Geld zu spenden, da er später die Hochzeit des Kindes komplett bezahlen muss.

Bräuche und Feiern zur Geburt rund um die Welt

Auf der ganzen Welt kommen Kinder unter sehr unterschiedlichen Umständen zur Welt. Doch nirgends geschieht dies völlig unbeachtet – stets ist die Geburt in begleitende Riten eingebettet:

Mutter mit ihrem Neugeborenen

© istock.com/Mogala

  • Glücksfarbe Gelb: In Brasilien tragen alle Neugeborenen, die aus dem Krankenhaus nach Hause kommen, gelbe Kleidung. Hintergrund ist, dass die Brasilianer der Überzeugung sind, dass Gelb die Glücksfarbe der Neugeborenen ist.
  • Glücksfarbe Rot: Auch in Italien und Spanien gibt es einen ähnlichen Brauch – hier ist es aber die Farbe Rot, die Glück bringen soll. Das Glückshemdchen für das Baby wählt entweder die Schwiegermutter oder die Patentante aus.
  • Segnung: Die Kinder von Japanern werden am zehnten Tag nach der Niederkunft in einem Shinto-Tempel gesegnet.
  • Munddusche: In Afrika, Indonesien, Ozeanien und in Brasilien gibt es den Geburtsbrauch, dass die Mütter Wasser in den Mund nehmen, es so erwärmen und ihr Baby dann damit waschen. Dies stärkt die Bindung zum Kind.
  • Kräuterwasser: Nach einer Geburt in Afrika, insbesondere in Togo, dürfen die Neugeborenen frühestens sieben Tage nach ihrer Geburt das Haus verlassen. Zu diesem Anlass wird Wasser mit verschiedensten Kräutern über dem Dach vergossen. In dem Moment, in dem es heruntertropft, gehen die Eltern mit dem Kind hindurch. Durch den Kräuterguss soll das Kind auf alle Eventualitäten vorbereitet werden, die das Leben für es bereithält.
  • Einstreichen: Das Brauchtum zur Geburt der Himba in Namibia mag hierzulande vielleicht ein wenig seltsam erscheinen. Das Baby wird dort mit roter Farbe eingestrichen, um es einerseits vor Insektenstichen und der Sonne zu schützen, andererseits aber auch, um dessen Aufnahme in die Welt der Lebenden zu symbolisieren.
  • Plazentaverbrennung: Wie in Deutschland spielt in Kamerun auch die Plazenta eine wichtige Rolle bei den Geburtsbräuchen. Man verbrennt sie an der Schwelle zur Küche und vergräbt die Überreste gemeinsam mit der abgefallenen Nabelschnur im Garten. So behalten die Eltern immer einen Teil ihres Kindes zuhause, selbst wenn es später flügge wird und eine eigene Familie gründet.
  • Stirnband: In Afghanistan gibt es den Brauch, Neugeborenen ein kunstvoll besticktes Stirnband aufzusetzen, das sie vierzig Tage lang tragen müssen. Teilweise handelt es sich stattdessen auch um eine entsprechend verzierte Mütze. Dies soll die Bildung einer großen Stirn fördern, was dort als besonders würdevoll und intelligent gilt.
  • Bad im Rauch: Das Rauchbad wird beispielsweise in Indien und bei den Aborigines in Australien praktiziert, ist aber auch nach einer Geburt in Afrika üblich. Dabei wird das Neugeborene über ein Feuer gehalten, in dem Harz oder Weihrauch mit verbrannt werden. Dies soll vor Krankheiten und Geistern schützen.
  • Armband: Der Heiler des Dorfes flechtet in Zentralafrika aus Kleidungsstücken der Eltern ein dünnes Armband. Dieses trägt das Neugeborene ab der Geburt am Handgelenk. Auch im Jemen spricht man eng anliegenden Armbändern die Kraft zu, das Herz des Kindes vor Geistern zu schützen.
  • Gold: In Indien sticht man schon Neugeborenen im Rahmen eines feierlichen Rituals ein Ohrloch. Anschließend erhalten sie goldene Ohrringe, die einen Schutz vor Krankheiten und bösen Geistern bewirken sollen. In Griechenland legt man Babys Goldstücke in die Wiege, um ihnen im übertragenen Sinne „Reichtum“ zu schenken.
  • Zuckermandeln: In Frankreich gehören Zuckermandeln zu den typischen Bräuchen zur Geburt. Mädchen schenkt man rosa Zuckermandeln, Jungen die hellblaue Ausführung.
  • Das erste Hemd: Das erste Kleidungsstück, das das Baby nach der Geburt getragen hat, wird in Algerien nicht gewaschen, sondern stattdessen aufbewahrt. Die Familie näht es in das Kopfkissen des Neugeborenen ein und schützt es so vor bösen Geistern.
  • Schutz der Fontanelle: Die Fontanelle des Babys mit einem Schutz zu bestreichen, ist in mehreren Ländern verbreitet. Die Tibeter verwenden dafür eine Mischung aus Butter und Ruß, in Neuguinea hingegen ist die Nutzung von Erde verbreiteter.

 

Welche Bräuche werden in Ihrer Gegend oder in Ihrem Herkunftsland gepflegt? Wir freuen uns auf Ihre Ergänzungen! Die Willkommensrituale sind übrigens auch schöne Geschichten, die Sie für Ihr Kind im Babybuch festhalten können.

So finden Sie den perfekten Babynamen

Einen geeigneten Babynamen zu finden ist für werdende Eltern oft ein langer Weg. Immerhin wird dieser Name ihr Kind ein Leben lang begleiten. Schon so manches Kind hat seine Eltern verwunschen, weil sie ihm einen Namen mit auf den Weg gegeben haben, der lustige Spitznamen oder unschöne Assoziationen geradezu provozierte. Deshalb haben wir zusammengetragen, worauf Sie bei der Auswahl eines Babynamens achten sollten.

Das Namensrecht: Erlaubte weibliche und männliche Vornamen

Name Leonardo auf Babybauch

© istock.com/charovalenzuela

In Deutschland ist in Sachen Namensrecht längst nicht alles erlaubt. Auch wenn es kein Gesetz gibt, in dem klar definiert ist, welche Namen zulässig sind und welche nicht, so gibt es doch einige Urteile, die so etwas wie einen Rahmen ziehen. Beachten Sie deshalb folgende Vorgaben:

  • Das Geschlecht muss eindeutig erkennbar sein. Ist das nicht der Fall, muss ein eindeutiger zweiter Vorname her.
  • Der Name darf nicht lächerlich klingen oder gar beleidigend wirken.
  • Es dürfen maximal fünf Vornamen
  • Kurzformen von Vornamen sind erlaubt, nicht aber Kosenamen.
  • Nicht erlaubt sind Namen aus der Bibel, mit denen man Negatives verbindet (z. B. Judas).
  • Unzulässig sind ebenso die Namen von Orten und Städten, Markennamen und Familiennamen.

 

Die Top 10 Babynamen

Jedes Jahr werden die zehn beliebtesten Babynamen veröffentlicht. Im Jahr 2014 haben es diese Namen in die Top 10 geschafft:

Babynamen JungeBabynamen Mädchen
  • Ben
  • Louis
  • Paul
  • Lukas
  • Jonas
  • Leon
  • Finn
  • Noah
  • Elias
  • Luca
  • Emma
  • Mia
  • Hannah
  • Sofia
  • Emilia
  • Anna
  • Lena
  • Lea
  • Emily
  • Marie

 

Übrigens haben sich die beliebtesten Vornamen im Laufe der Jahrhunderte ziemlich verändert. Im Jahr 1900 waren die Top 10 folgendermaßen belegt:

  • weibliche Babynamen: Anna, Martha, Frieda, Emma, Marie, Elisabeth, Maria, Berta, Gertrud, Margarethe
  • männliche Babynamen: Wilhelm, Karl, Heinrich, Hermann, Friedrich, Paul, Otto, Ernst, Hans, Walter

Babynamen international: Lassen Sie sich inspirieren

Es muss nicht zwingend immer ein deutscher Babyname sein – auch andere Länder halten viele schöne Inspirationen für Sie bereit. Einige der beliebtesten Babynamen international sind:

NationalitätJungenMädchen
Babynamen türkischHasan, Yasha, DevinEske, Selma, Selina
Babynamen italienischFrancesco, Alessandro, AndreaSofia, Giulia, Martina
Babynamen nordischLasse, Sören, KjellSvenja, Hedda, Lennja
Babynamen altdeutschFynn, Jan, FieteTraudel, Selma, Hilde
Babynamen arabischHasan, Neven, YashaHayet, Selma, Zohra
Babynamen englischOliver, Jack, HarryOlivia, Emily, Amelia
Babynamen skandinavischKjell, Sven, TorstenSvea, Finja, Björk
Babynamen französischMathéo, Philippe, MauriceJade, Léa, Chloé
Babynamen spanischRory, Ivo, DamianLeonie, Jasmin, Helena
Babynamen russischAlexander, Dimitrij, AndrejAnastasija, Jekaterina, Ljudmila
Babynamen schwedischErik, Lars, PerBirgitta, Elisabet, Helena

Die Bedeutung von Babynamen

Die meisten Babynamen haben eine Bedeutung und vielen Eltern ist gerade sie besonders wichtig. Doch was bedeuten eigentlich Deutschlands beliebteste Vornamen? Wir haben für Sie recherchiert:

  • Ben: Sohn von …
  • Louis: berühmter Kämpfer, Krieger
  • Paul: der Kleine
  • Emma: die Fleißige, allumfassend, groß
  • Mia: die Widerspenstige, die Ungezähmte
  • Hannah: die Anmutige

Auch wenn die Bedeutung für Sie persönlich wichtig ist – bedenken Sie, dass der Name nicht nur eine schöne Bedeutung haben, sondern vor allem auch schön klingen soll.

Babynamen finden: Darauf sollten Sie achten

Sie haben einen Namen gefunden und sind sich nicht sicher, ob er wirklich passt? Diese Tipps helfen Ihnen, den richtigen Babynamen zu finden:

Babyname auswählen

© istock.com/ ruizluquepaz

  1. Babynamen passend zum Nachnamen: Ist Ihr Familienname recht lang, entscheiden Sie sich besser für einen kurzen Vornamen und umgekehrt. Bei langen Namen überlegen Sie sich immer: Wird der Name später einmal auf ein Klingelschild passen?
  2. Endung des Vornamens: Endet der Vorname mit demselben Buchstaben, mit dem der Nachname beginnt, neigt man beim Sprechen dazu, diesen zu verschlucken bzw. die zwei Namen zu einer Einheit zu verschmelzen (z. B. Daniel Lohmeier). Achten Sie daher auf unterschiedliche Buchstaben.
  3. Wortspiele: Auch wenn es vielleicht auf den ersten Blick lustig erscheinen mag, Ihr Kind wird für Wortspiele mit seinem Namen später höchstwahrscheinlich Spott und Häme ernten (z. B. Rosa Schlüpfer).
  4. Schreibweise: Viele Eltern wählen eine Schreibweise, die nicht dem Standard entspricht oder wählen sehr unbekannte, komplizierte Namen und vergessen dabei, dass ihr Kind diese ein Leben lang buchstabieren müssen wird.
  5. Zu ausgefallen: Vornamen dürfen durchaus ausgefallen sein. Einen so besonderen Vornamen allerdings mit einem „Allerweltsnachnamen“ zu kombinieren könnte fast als Verbrechen am eigenen Kind durchgehen (z. B. Jayden Müller, Esmeralda Maier).
  6. Modenamen: Modenamen sind meist vorübergehende Erscheinungen und Trends, wovon sich viele Eltern inspirieren lassen. Ehe Sie sich für einen solchen Vornamen entscheiden, sollten Sie sich überlegen, ob Ihnen der Name auch in einigen Jahren noch gefallen wird. Außerdem bringen Modenamen den Nachteil mit, dass Ihr Kind in Kindergarten und Schule damit nie allein sein wird. Es ist dann üblich, dass die Kinder ständig mit Vor- und Zunamen angesprochen werden, um sie auseinander zu halten.
  7. Kinder und Erwachsene: Es gibt Vornamen, die zu einem Baby hervorragend passen und richtig süß und verspielt sind. Es kann allerdings passieren, dass diese einem Erwachsenen so gar nicht stehen. Denken Sie also daran, dass Ihr Kind den gewählten Namen auch mit 50 oder 70 Jahren noch mit Würde tragen können möchte.
  8. Vererbte Vornamen: Ziehen Sie in Erwägung, Ihr Kind nach einem Verwandten zu benennen? Dagegen spricht im Grunde genommen nichts. War es aber ausgerechnet Tante Kunigunde oder Opa Heinrich, an den Sie erinnern wollen, reicht es vielleicht auch, den Namen zum Zweitnamen zu machen.
  9. Doppelnamen: Doppelnamen liegen nach wie vor im Trend. Bedenken Sie allerdings die Länge des Namens. Wenn der Nachname ohnehin recht lang ist, ist ein Doppelname nicht empfehlenswert. Alternativ können Sie in diesem Fall statt des Doppelnamens einen Zweitnamen (ohne Bindestrich) vergeben. Diesen können Sie im Alltag sprechen, Ihr Kind muss den zweiten Namen aber bei Unterschriften oder in Formularen nicht angeben.
  10. Initialen: Manchmal ergeben die Initialen von Namen mit mehreren Bestandteilen peinliche Wörter (z. B. Sandra Amelie Uhrmann). Wehe Ihrem Kind, wenn einer der späteren Schulkameraden das herausfindet.

Ob Sie am Ende wirklich an alles gedacht haben, können Sie auch noch einmal durch unsere Infografik über Babynamen überprüfen:

infografik-babynamen

Vornamen verraten – oder lieber doch nicht?

„Wisst ihr schon, wie es heißen soll?“ ist eine der Fragen, die werdenden Eltern mit am häufigsten gestellt wird. Wenn Sie nicht möchten, dass Ihnen der Name schlecht geredet wird, sollten Sie ihn vorsichtshalber für sich behalten, denn höchstwahrscheinlich wird es irgendetwas an Ihrer Wahl auszusetzen geben. Allerdings kann es auch Vorteile haben, wenn Sie den Namen bereits im Vorfeld verraten, vielleicht ja auch im Kreise der Freundinnen bei der Baby Shower. Möglicherweise gibt es nämlich negative Aspekte an Ihrer Wahl, die Sie nicht bedacht haben.

Spätestens verraten werden Sie den Namen sicherlich, wenn Sie Ihren Verwandten und Freunden die Geburtsanzeige mit einem Foto des Neugeborenen schicken. Übrigens: Geburtsanzeigen und Einladungen zur Taufe gestalten Sie bei Meine Kartenmanufaktur ganz einfach und ohne Vorkenntnisse!

Tipp: Sie haben den perfekten Babynamen gefunden? Dann steht als nächstes die Taufe an. Hier bekommen Sie Tipps für eine gelungene Tauffeier.