Kaffee und Kuchen

Kaffeekränzchen und Kaffee-Klatsch: Genuss pur für Kaffeefreunde

Noch nicht lange ist es her, dass echte Kaffeeliebhaber den „Tag des Kaffees“ begingen und dabei ihren Kaffee ganz besonders genossen. Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, woher das schwarze Gold eigentlich kommt und wie es seinen charakteristischen Geschmack erhält? Wir verraten Ihnen viele spannende Fakturen rund um des Deutschen liebstes Getränk und zeigen Ihnen, wie Sie das perfekte Kaffeekränzchen ausrichten.

Kaffee Geschichte: Herkunft des Kaffees

Hände halten Kaffeebohnen

©istock.com/wundervisuals

Die Herkunft des Kaffees, wie wir ihn bis heute kennen, lässt sich relativ genau nachvollziehen. Seinen Ursprung nahm das Trendgetränk bereits vor vielen Jahrhunderten in Afrika. Die ersten Kaffeepflanzen des wild wachsenden Arabica-Kaffees entdeckte man im Hochland Äthiopiens, wo er in luftiger Höhe gedeiht. Bereits seit dem 15. Jahrhundert wird diese Kaffeesorte kultiviert und angebaut. Der ebenfalls sehr bekannte Robusta-Kaffee wurde erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts im Kongo entdeckt und schon bald auf Plantagen rund um den Äquator angebaut.

Übrigens: Bereits seit 2006 begehen die Deutschen am ersten Tag im September mit verschiedenen Aktionen den Tag des Kaffees, der durch den Deutschen Kaffeeverband ins Leben gerufen wurde. Show-Röstungen, Ausstellungen zum Thema Kaffee, Verkostungen, Kurse und Workshops für Baristas oder auch Lesungen werden veranstaltet, um den Bürgern die Faszination Kaffee näher zu bringen.

Von der Pflanze zum Getränk: Wie Kaffee entsteht

kaffeepflanze

©istock.com/Joel Carillet

Ehe Sie Ihren Kaffee trinken können, müssen zunächst einmal die Kaffeebohnen produziert werden. Dies geschieht in einer Vielzahl von Einzelschritten:

  1. Anbau: Die Coffea-Pflanze wird auf allen Kontinenten rund um den Äquator angebaut – man spricht vom „Kaffeegürtel“. Die Pflanzen bedürfen einer ausgeklügelten Bewässerung und Düngung.
  2. Ernte: An der Kaffeepflanze wachsen Kaffeekirschen. Sie werden maschinell oder von Hand geerntet, sobald sie reif sind. Verwendet wird allerdings nicht das Fruchtfleisch, sondern den Kern der Kaffeekirsche, der später zur Kaffeebohne verarbeitet wird.
  3. Reinigung: Die Kirschen werden mehrmalig gereinigt, um Blätter und Insekten zu entfernen.
  4. Vorbereitung: Nun lösen die Produzenten das Fruchtfleisch und die Haut, sodass nur Rohkaffeebohnen übrig bleiben. Sie werden geschält und schließlich sortiert.
  5. Röstung: Die Rohkaffeebohnen werden in die Bestimmungsländer verschifft. Dort werden sie geröstet, also ohne Zugabe von Fett oder Flüssigkeit erhitzt. Dabei erhalten sie ihren charakteristischen Geschmack. Wie dieser ausgeprägt ist, kann der Hersteller selbst steuern, indem er beispielsweise die Temperatur oder die Dauer des Röstvorgangs verändert.
  6. Weiterverarbeitung: Nun ist der Kaffee im Prinzip bereits fertig zur Nutzung. Je nach Bestimmungszweck kann er entweder sofort abgepackt, zunächst mit anderen Kaffeesorten gemischt oder auch bereits fertig gemahlen werden. Sie finden Ihren Lieblingskaffee schließlich in unterschiedlichen Formen im Handel vor, ob als komplette Bohnen, Kaffeepulver, als Kaffeepads oder auch als löslicher Instantkaffee.

15 spannende Fakten rund um den Kaffee

Wissen Sie eigentlich schon alles über Kaffee? Wir haben die spannendsten und kuriosesten Fakten zu dem Heißgetränk für Sie zusammengetragen:

Fakt 1: Richtige Gourmets gönnen sich den teuersten Kaffee der Welt, den „Black Ivory Coffee“, der in Thailand hergestellt wird. Die Hersteller geben Elefanten mit dem Futter Kaffeekirschen zu essen. Die Kaffeebohnen sind unverdaulich, werden wieder ausgeschieden und schließlich aus dem Dung gesammelt. Fertig ist der Kaffee mit dem ganz besonderen „Aroma“. Eine Tasse des Gebräus kostet rund 40 Dollar.

Fakt 2: Je heller eine Kaffeebohne ist, desto stärker wird der Kaffee bzw. desto mehr Koffein enthält er. Werden die Bohnen länger geröstet, wodurch sie dunkler werden, löst sich mehr Koffein aus dem Inneren.

Zwei Espressotassen

©istock.com/ManuWe

Fakt 3: Espresso ist eigentlich keine spezielle Kaffeesorte, sondern vielmehr eine Zubereitungsart, bei der dunkle Kaffeebohnen sehr fein gemahlen und unter sehr hohem Druck überbrüht werden. Das Ergebnis ist besonders konzentriert und weist eine dunkle Crema auf.

Fakt 4: George Constant Louis Washington (nein, nicht der US-Präsident!) schaffte es 1908 erstmals, Instant Kaffee industriell herzustellen.

Fakt 5: Kaffeebohnen gibt es im Prinzip eigentlich gar nicht – es handelt sich vielmehr um den Kern der Kaffeekirsche, die man ebenfalls essen könnte, würde sie nicht weiterverarbeitet werden. Sie gehören deshalb zur Gattung der Steinfrüchte.

Fakt 6: Obwohl die meisten Menschen nur Kaffee Arabica und Kaffee Robusta kennen, gibt es über 50 weitere Kaffeesorten, beispielsweise Liberica, Excelsa oder Stenophylla.

Fakt 7: Rund tausend Inhaltsstoffe stecken in der Kaffeebohne, aber nur etwa 800 davon konnten bisher genauer bestimmt werden.

Fakt 8: Der durchschnittliche Deutsche bevorzugt süßen Kaffee – für 43 Prozent darf der Zucker im Kaffee nicht fehlen.

Fakt 9: Bezieht man alle Menschen auf der Erde ein, selbst kleine Kinder, trinkt jeder durchschnittlich 71 Tassen pro Jahr.

Kaffeetasse unter einer Espressomaschine

©istock.com/RyanJLane

Fakt 10: Die fleißigsten Kaffeetrinker sind die Finnen – pro Jahr trinkt der durchschnittliche Finne 1.305 Tassen Kaffee.

Fakt 11: Kaffee ist eines der bedeutungsvollsten Handelsgüter der Welt – nur Erdöl ist noch stärker in den Handelsstatistiken vertreten. 25 Mio. Menschen sind damit beschäftigt, die rund 55 Mio. Kaffeesäcke zu produzieren, die jährlich vertrieben werden.

Fakt 12: Endlich ist es geklärt: Kaffee entwässert den Körper nicht. Zu Beginn des Genusses wird zwar die Nierentätigkeit gesteigert, wodurch mehr Urin produziert wird. Der Körper lenkt aber schnell wieder alles in die richtigen Bahnen.

Fakt 13: Kaffee wirkt im Gehirn ähnlich wie Drogen. Vielleicht ist das der Grund, warum Kaffee im Laufe der Geschichte schon mehrfach verboten wurde, beispielsweise 1677 durch den preußischen König Friedrich der Große oder auch 1511 durch den Gouverneur von Mekka.

Fakt 14: Der Legende zufolge soll ein Ziegenhirt die Wirkung von Kaffee entdeckt haben, nachdem seine Ziegen davon gefressen hatten und daraufhin besonders munter waren. Ob die Geschichte stimmt, wissen wir leider nicht – wir waren nicht dabei, als sie im 9. Jahrhundert in Äthiopien stattgefunden haben soll.

Fakt 15: Kaffee soll positive Auswirkungen auf die Gesundheit haben. So soll es beispielsweise gegen Haarausfall, Cellulite oder geschwollene Augen wirken. Es heißt auch, der regelmäßige Genuss verringere zudem das Risiko, an Leberkrebs oder einer Leberzirrhose zu erkranken.

Kaffeekränzchen: So gestalten Sie den perfekten Kaffeetisch

Frauen bei einem Kaffeekränzchen

©istock.com/Eva Katalin Kondoros

Es muss nicht immer ein leckeres Essen sein – auch Einladungen zum Kaffee sind eine tolle Möglichkeit, um liebe Menschen an einen Tisch zu bekommen. Für ein gelungenes Kaffeekränzchen brauchen Sie eigentlich nicht viel: die besten Freundinnen, Kuchen und andere Naschereien, frischen Kaffee und natürlich jede Menge Klatsch und Tratsch. Damit Ihr Kaffeetisch einladend wirkt, geben wir Ihnen einige Tipps mit an die Hand:

  • Kaffeeservice: Tassen hat natürlich jeder in irgendeiner gearteten Form zu Hause. Für ein Kaffeekränzchen der alten Schule sollte es allerdings schon eine etwas elegantere Ausführung sein. Haben Sie vielleicht irgendwo auf dem Dachboden noch Omas gutes Service mit dem Goldrand oder einem opulenten Blümchenmuster? Heute darf es sein Revival feiern!
  • Backwerk: Zwingend auf den Kaffeetisch gehört natürlich verschiedenes Backwerk. Auch wenn Muffins, Brownies und Cookies heute „in“ sind, gehört auf eine klassische Kaffeetafel unbedingt entweder ein Kuchen oder eine Torte – natürlich selbst gebacken. Nichts ist für die Gäste einladender als der Duft von frischem Kuchen. Wenn einige Leute zusammenkommen, backen Sie doch einfach mehrere Kuchen, zum Beispiel eine Schwarz-Wälder-Kirschtorte und einen klassischen Marmorkuchen. So ist für jeden etwas dabei.
  • Kaffee: Der Kaffee muss in jedem Fall frisch sein, denn angerührter Instant-Kaffee hat auf dem Kaffeetisch nichts verloren. Kochen Sie entweder gleich eine ganze Kanne Kaffee – das sorgt für Gemütlichkeit, weil Sie zwischendurch nicht ständig aufstehen müssen – oder Sie überbrühen jede Tasse einzeln mit der Padmaschine oder dem Kaffeevollautomaten. Servieren Sie Ihren Gästen doch zur Abwechslung auch einmal leckere Kaffeespezialitäten – leckere Rezepte verraten wir Ihnen weiter unten.
  • DIY Cake Topper zum AusdruckenTisch- und Kuchen-Dekoration: Mit der Tischdekoration müssen Sie es nicht übertreiben, wenn Sie ein schönes Kaffeeservice eindecken. Nicht fehlen dürfen aber frische Blumen auf dem Tisch, eine Tischdecke und Servietten. Sie wissen nicht wohin mit dem Besteck? Wir haben hier tolle Bastelvorlagen für Sie zum Ausdrucken. Nehmen Sie am besten festes Kartonpapier, drucken Sie sich die Vorlagen aus und schneiden Sie mit einer Schere an der gestrichelten Linie entlang. Das Besteck können Sie dann zwischen dem Kartonstreifen und der Unterlage klemmen. Passend dazu haben wir noch einen Deko-Tipp für Sie: Für einen schönen Hingucker auf der Kaffeetafel drucken Sie sich einfach unsere Cake Topper aus und verzieren Sie damit Ihre Kuchen, Törtchen oder Kekse. Hier geht es zu den Bastelvorlagen: Einfach zwei gleiche Schildchen ausschneiden, einen Zahnstocher oder Holzspieß dazwischen halten und zusammenkleben.
  • Einladung: Wenn Sie Ihr Kaffeekränzchen schon stilvoll begehen wollen, darf auch die schriftliche Einladung nicht fehlen. Bei Meine-Kartenmanufaktur gestalten Sie Einladungskarten ganz einfach online – vielfältige Motivvorschläge helfen Ihnen dabei.

Kaffeespezialitäten: Kaffee einfach mal anders

Tasse mit Cappuccino

©istock.com/john shepherd

Vorbei sind die Zeiten, in denen man Kaffee höchstens noch durch Veränderung der Milch- und Zuckermenge variierte. Dank Kaffeevollautomaten genießt man Kaffeespezialitäten wie Cappuccino, Latte Macchiato oder Caffé Lungo mit einer gewissen Selbstverständlichkeit. Möchten Sie Ihren Gästen beim Kaffeekränzchen etwas ganz Besonderes bieten, dürfen Sie kreativ werden und diese etablierten Arten, Kaffee zuzubereiten, ein wenig variieren. Hier einige Ideen:

  • Mexican Coffee: Peppen Sie Ihren Kaffee mit 1 TL braunem Zucker und ½ TL gemahlenem Zimt pro Tasse auf. Alternativ geben Sie Ihren Gästen eine Zimtstange in die Kaffeetasse – diese können sie gleich auch noch zum Umrühren verwenden. Noch mehr Pep gefällig? Versuchen Sie es mit einer Messerspitze Chilipulver oder auch frischer Vanille. Mit aufgeschäumter Milch wird diese Kaffeespezialität zum perfekten Genuss.
  • Nougat-Cappuccino: Schmelzen Sie 50 g Nussnougat in 100 ml heißer Milch. Schäumen Sie die Nougatmilch auf und gießen Sie die Mischung zu 50 ml frischem Espresso. Bestäuben Sie den Milchschaum mit etwas Kakao oder raspeln Sie eine feine Nougat-Schicht darüber.
  • Café à l’orange: Verrühren Sie eine Tasse Espresso, zwei Esslöffel Orangensaft sowie zwei Schnapsgläser Weinbrand und einen Teelöffel Zucker miteinander. Garnieren Sie das Ganze mit Milchschaum und kleinen Orangenstückchen oder etwas geraspelter Orangenschale (Bio-Orangen verwenden!).
  • Schokoladen-Mokka mit Gewürzen: Kochen Sie eine Kapsel geriebene Kardamonsamen zusammen mit einer Prise Koriander in 200 ml Milch auf. Geben Sie je einen Esslöffel Instant-Kaffee, Kakaopulver und Honig hinzu und verrühren Sie alles gut.

Seien Sie mutig und probieren Sie etwas Neues aus – Ihre Gäste werden garantiert begeistert sein. Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen bei der Vorbereitung Ihres Kaffeekränzchens!