Glückwunschkarten zur Hochzeit

Glückwunschkarten zur Hochzeit basteln: von der Papierauswahl bis zu den Techniken

Heiraten liebe Menschen in Ihrem Umfeld und Sie möchten Ihnen Ihre besten Glückwünsche übermitteln? Dies erledigen Sie traditionell am besten mit einer Glückwunschkarte. Statt diese aber vorgefertigt im Handel zu kaufen, könnten Sie dieses Mal einfach selbst aktiv werden und richtig individuelle Glückwunschkarten selber basteln. Anleitungen, Tipps und Ideen zeigen wir Ihnen heute.

Glückwunschkarten basteln: So geht’s!

Frau bastelt Karten

©istock.com/Petar Chernaev

Natürlich können Sie bequem online individuell angepasst Glückwunschkarten zur Hochzeit bei Meine Kartenmanufaktur bestellen. Wenn Sie jedoch mal etwas mehr Vorlaufzeit haben und die Karte von Grund auf gestalten wollen, haben Sie verschiedene Möglichkeiten, eine Glückwunschkarte zu basteln:

Variante 1: Halbfertige Glückwunschkarten

Im Handel erhalten Sie vorgefertigte Glückwunschkarten, die Ihnen Ansatzpunkte für eine individuelle Gestaltung geben. Meist ist der äußere Umschlag der Karten bereits ansprechend bedruckt, oftmals auch mit einem Schriftzug zur Hochzeit auf der Vorderseite, zum Beispiel „Zur Hochzeit“ oder „Glückwünsche zur Hochzeit“. Im Inneren der Klappkarte setzen Sie nun Ihre eigenen Akzente. Vielleicht bleiben Sie bei der Standardvariante und versehen die Karte innen mit einem schönen Spruch (links) und Ihren persönlichen Glückwünschen (rechts). Auch eine selbstgemalte Zeichnung unterstreicht den individuellen Charakter Ihrer Glückwunschkarte.

Tipp: Möchten Sie eine halbfertige Hochzeitskarte noch edler und ansprechender gestalten, nutzen Sie ein Einlegeblatt. Dieses sollte im Idealfall minimal kleiner sein als die eigentliche Karte. Besteht es aus Transparentpapier, wirkt Ihre Karte am Ende besonders hochwertig.

Variante 2: Kartenrohlinge als Ausgangsbasis

Blanko-Karte aus Pappe

©istock.com/kyoshino

Im Geschäft für Bastelbedarf finden Sie sogenannte Kartenrohlinge. Es handelt sich dabei um bereits vorgefaltete Karten aus einem starken Bastelkarton in unterschiedlichen Farben, die die Basis für Ihre selbst gebastelte Glückwunschkarte darstellen. Teilweise verfügen sie bereits über Prägungen (z. B. ineinandergreifende Eheringe, Schriftzug) oder ein Passepartout, also eine Aussparung auf dem Kartendeckel, durch die man nach innen sehen kann.

Sie können die Karte einfach so lassen, wie sie ist und somit auf die eher dezente Variante setzen. Oder Sie verzieren sie opulent mit verschiedenen Dekomaterialien und Farben und verwandeln Ihre Glückwunschkarte zur Hochzeit damit in ein kleines Kunstwerk.

Tipp: Wählen Sie einen Kartenrohling mit einem Passepartout, können Sie an die dadurch sichtbare Stelle des Inneren einen kurzen Spruch, die Initialen des Brautpaars oder ein Foto des Paares setzen. Dieser Bereich ist dann von außen sichtbar.

Variante 3: Komplette Glückwunschkarten selber basteln

Die individuellste, aber auch aufwändigste Variante ist es, die gesamte Glückwunschkarte selbst zu gestalten. Als Basis verwenden Sie stabilen Bastelkarton oder ein anderes sehr starkes Papier. Dazu können Sie verschiedenste Materialien und Deko-Elemente kombinieren.

Wenn Sie die Glückwunschkarten selber basteln, können Sie mit den Formen experimentieren und beispielsweise eine Faltkarte in Herzform, zwei ineinandergreifende Ringe oder andere Formen ausprobieren.

Wählen Sie die Papierbasis aus

Karten basteln

©istock.com/MachineHeadz

Möchten Sie eine Karte komplett selber basteln, müssen Sie zunächst das Papier auswählen, das die Basis darstellen wird. Neben normalem Bastelkarton, der für einen so feierlichen Anlass wie eine Hochzeit vielleicht nicht immer die richtige Lösung ist, gibt es eine Vielzahl von Papierarten, zum Beispiel:

  • Spiegelkarton
  • Effektpapier mit Blumenmuster
  • Effektpapier mit Seidencrash-Optik
  • Transparentpapier
  • Glitter-Papier
  • Deko-Karton
  • Karton mit edler Prägung
  • Holografie-Karton
  • Transparent-Papier

Es lohnt sich, sich einmal genauer im Bastelgeschäft umzusehen und die verschiedenen Papierarten unter die Lupe zu nehmen.

Glückwunschkarten selbst gemacht: Materialien für die Dekoration

Am Anfang steht das reine Papier. Jetzt fügen Sie individuelle Deko-Elemente hinzu, bis das gewünschte Gesamtbild entsteht. Auch hier können Sie sich wieder im Geschäft für Bastelbedarf inspirieren lassen, denn hier gibt es eine schier unerschöpfliche Vielfalt an Materialien, die Sie für selbst gemachte Glückwunschkarten verwenden können. Einige Beispiele:

Washi Tape

©istock.com/BTRmc

  • Papierstreifen in allen erdenklichen Farben
  • Organza- oder Satin-Schleifen
  • Deko-Perlen
  • Federn
  • Sticker / Relief-Bilder
  • Deko-Tapes/-Klebebänder
  • Glitzersteine und Bordüren
  • 3D-Tapes
  • Deko-Schmucksteine
  • Stanz-Ornamente
  • Bänder und Borten
  • Bast
  • farbiger Schmuckdraht
  • Deko-Brads
  • Streuteile (z. B. Schmetterlinge, Blumen etc. aus leichtem Holz oder Papier)
  • Deko-Knöpfe

Techniken für die Kartengestaltung: Schablonen, Stempel & Co.

Basteln mit einem Cutter

©istock.com/Lisa Wilder

Abgesehen von Deko-Elementen, die Sie auf die Glückwunschkarte kleben können, gibt es auch eine ganze Reihe von Techniken, mit denen Sie sie zusätzlich verzieren können. Die Wichtigsten stellen wir Ihnen hier vor:

Schablonen

Im Handel finden Sie eine große Auswahl an Design-Schablonen, die Ihnen helfen, ein sauberes Motiv auf Ihre selbst gemachte Glückwunschkarte zu übertragen (z. B. Eheringe, eine Taube). Ziehen Sie die Linien mit einem Stift nach und das Bild erscheint auf der Karte.

Mit einem scharfen Bastelmesser können Sie die Schablone auch verwenden, um selbst ein Passepartout zu erstellen. Klappen Sie dazu die Karte auf und legen Sie sie auf eine schnittfeste Unterlage. Platzieren Sie die Schablone auf der Vorderseite der Karte und schneiden Sie mithilfe des Bastelmessers präzise die Konturen nach. Trennen Sie das Innenleben des Motivs vom Rest der Karte und es entsteht ein „Fenster“, durch das Sie in das Karteninnere sehen können.

Stanzschablonen

Stanzschablonen bestehen aus bestimmten Motiven rund um die Hochzeit (und auch zu anderen Themen). Um sie zu verwenden, brauchen Sie eine Stanzmaschine, beispielsweise eine Sizzix Big Shot. Nachdem Sie die Schablone eingesetzt haben, legen Sie das Papier ein und übertragen meist mithilfe einer Kurbel das Motiv ganz einfach und perfekt auf Ihre Karte. Mehr zur Anschaffung und Verwendung der Geräte erfahren Sie in unserem Artikel zu Stanz- und Prägemaschinen.

Stempel

Stempel bieten Ihnen die Möglichkeit, ein Motiv ganz einfach auf die Karte zu übertragen. Allerdings kosten hochqualitative und schöne Exemplare im Handel auch ziemlich viel Geld. Mit ein wenig Geduld und dem richtigen Werkzeug können Sie einen Stempel einfach selber basteln. Dazu schneiden Sie Ihr Motiv mit einem Linolschnitt-Werkzeug aus Softcut-Platten aus. Befestigen Sie Ihr Stempelmotiv anschließend auf einem Weinkorken – fertig ist Ihr Stempel. Wie das Ganze im Detail funktioniert, zeigt Ihnen unsere kostenlose DIY-Anleitung für die Gestaltung eigener Stempel.

Eigene Stempel gestalten

©meine-kartenmanufaktur.de

Kalligrafie

Kalligrafie lernen

©istock.com/Eivaisla

Ein Federhalter, ein Fässchen Tinte und schon kann es losgehen: Verleihen Sie Ihren Worten Ausdruck, indem Sie kalligrafische Schriftarten verwenden. Die Karte wirkt so automatisch edel und hochwertig. Übrigens bedarf es keiner jahrelangen Übung – schon nach relativ kurzer Zeit können Sie mit dem richtigen Zubehör eine wundervolle Schrift wiedergeben. In einem anderen Artikel zeigen wir Ihnen, wie Sie die Kalligrafie lernen können. Gerade zum Thema Hochzeit passt die Kalligrafie sehr gut. Viele selbst gebastelte Hochzeitseinladungen werden mittlerweile auch von Hand in einer schönen Schriftart verfasst.

Lettering

Mit der Kalligrafie eng verwandt ist das sogenannte Lettering. Dabei geht es darum, einzelne Schriftzüge oder auch nur Buchstaben in einer besonderen Schriftart wiederzugeben. Einen schönen Einstieg bietet Ihnen dieses Video:

Damit gestalten Sie beispielsweise den Schriftzug auf der Außenseite der Karte oder auch einen schönen Spruch auf der Innenseite.

Glückwunschkarte mit 3D-Effekt: Pop-Up-Karte basteln

Sicherlich kennen Sie Pop-Up-Karten, in deren Inneren beim Öffnen der Karte kleine Motive, ein Text oder sogar ein großes Bild hochpoppen. Diese können Sie selber basteln. Dafür brauchen Sie

  • ein Cuttermesser
  • eine schnittfeste Unterlage
  • das Papier für die Karte
  • einen weiteren Bogen Papier
  • ein Lineal
  • und Klebstoff.

Mithilfe des Lineals und des Messers schneiden Sie jeweils zwei parallele Linien in das Kartenpapier, die über die Mitte gehen. Wenn Sie den dadurch entstehenden Streifen herausbiegen, entsteht bereits der erste aufpoppende Arm. An die so entstehenden Arme können Sie schließlich Ihre Motive ankleben. Diesen Bogen Papier kleben Sie anschließend in den zweiten Bogen, damit die Schnittflächen von außen nicht mehr sichtbar sind. Dieses Video zeigt im Detail, wie es geht: