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Taufe: So planen Sie das große Ereignis im Leben Ihres Babys

Die heilige Taufe ist eines der höchsten Sakramente, die es in der katholischen und evangelischen Kirche gibt. Die Eltern kümmern sich deshalb oft schon früh darum, die Taufe vorzubereiten, damit die Feier möglichst schön und unvergesslich wird. Wir haben eine umfassende Checkliste für die Taufe zusammengestellt, damit Sie bei den Planungen nichts übersehen.

Ablauf der Taufe

Eltern und Paten mit dem Täufling

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In der katholischen Kirche folgt die Taufe meist einem relativ festen Ablauf, der je nach Geistlichem nur geringfügig abweicht. Dabei gehören folgende Schritte fest zum Ablauf der Taufe dazu:

  • Eröffnung und Begrüßung: Die Eltern erbitten die Taufe für ihr Kind und erklären sich bereit, ihr Kind im Glauben zu erziehen.
  • Wortgottesdienst: Zur Taufe gehört eine Lesung, zum Beispiel aus Markus 1,9-11 (Die Taufe Jesu) oder aus Markus 10,13-16 (Die Segnung der Kinder). Wenn Sie sich nicht dagegen entscheiden, wird der Geistliche auch eine kurze Predigt halten, die er gegebenenfalls an dem von Ihnen gewählten Taufspruch orientiert. Außerdem werden die Heiligen angerufen. Sie können eigene Fürbitten für die Taufe vorbereiten.
  • Tauffeier: Nachdem die Eltern und Paten ihren Glauben bekannt und dem Bösen widersagt haben, führt der Priester die Taufe durch. Er gießt Wasser über den kleinen Kopf und spricht die Taufformel. Zudem salbt er das Kind mit Chrisamöl. Wenn ihr Kind das Taufkleid nicht trägt, sollten Sie es jetzt auflegen. Anschließend wird noch die Taufkerze an der Osterkerze entzündet. Mit dem sogenannte Effata-Ritus, bei dem der Priester Mund und Ohren des Kindes berührt, beendet er die Zeremonie.
  • Abschluss: Es wird nun gemeinsam das Vaterunser gebetet und ein Abschlusslied gesungen. Danach segnet der Pfarrer alle Anwesenden und entlässt sie.

Vom Grundprinzip her ist der Ablauf bei der evangelischen Taufe sehr ähnlich. Einige kleinere Unterschiede, die häufig von den Eltern individuell bestimmt werden können, gibt es aber durchaus. Insbesondere hat bei der evangelischen Taufe der Taufspruch eine besondere Bedeutung. Außerdem nutzt man hier deutlich weniger Symbole als in der katholischen Variante, da die evangelischen Gläubigen davon ausgehen, dass die Taufe als Vorgang an sich bereits symbolträchtig genug ist.

Welche Lieder Sie für die Taufe auswählen, stellt Ihnen der Priester meistens frei. Fragen Sie nach, ob es etwaige Vorschläge gibt, aus denen Sie wählen können. Alternativ besteht oft die Möglichkeit, einen Chor zu engagieren, der während der Taufe schöne Lieder singt.

Die Sonderfälle: Taufe ohne Kirche oder ohne Paten

Es kann vorkommen, dass es im Vorfeld einige Probleme gibt, beispielsweise wenn die Eltern selbst nicht Mitglied in der Kirche sind oder es keine Paten gibt. Obwohl es grundsätzlich heißt, dass zumindest ein Elternteil Kirchenmitglied sein muss, kann in Ausnahmefällen auch eine Taufe ohne Kirchenzugehörigkeit der Eltern durchgeführt werden. Manche Priester entscheiden sich aber auch dafür, die Taufe aufzuschieben, bis das Kind alt genug ist, um sich selbst zum Glauben zu bekennen.

Der Pate ist für die Taufe eigentlich besonders wichtig, da er das Kind im Glauben mit erziehen soll. Gibt es allerdings einen guten Grund, warum keine Paten zu finden sind, taufen die meisten Pfarrer auch ohne Taufpaten.

Der richtige Zeitpunkt für die Einladung zur Taufe

Einladungen zur Taufe rechtzeitig verschicken

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Wann Sie Ihr Kind taufen lassen, können Sie im Endeffekt frei entscheiden. Es gibt in der Bibel keinerlei Vorschriften über den richtigen Zeitpunkt, weshalb es Taufen im Säuglings- und Kindesalter ebenso gibt wie Erwachsenentaufen. Wenn Sie Ihr Baby taufen lassen möchten, bietet sich dafür der Zeitraum zwischen dem dritten und achten Lebensmonat an. Die Einladungen zur Taufe sollten Sie nach Möglichkeit mindestens drei Wochen vor dem Termin verschickt haben, besser sogar noch etwas früher. Im Idealfall übergeben Sie die Einladungen persönlich.

Tipp: Wenn Sie selbst Taufeinladungen basteln möchten, können Sie diese bereits vorbereiten, ehe Ihr Kind zur Welt kommt. Vielen frischgebackenen Müttern fehlt die Zeit, sich um Bastelarbeiten zu kümmern. Bis auf ein etwaiges Foto und den genauen Termin können Sie alles vorarbeiten. Noch einfacher funktioniert es, wenn Sie Ihre Einladungskarten zur Taufe online gestalten. Sie können Ihren Entwurf abspeichern und ihn fertigstellen, wenn der Termin steht.

Wenn Sie den perfekten Babynamen bereits gefunden haben, sollten sie diesen auch schon mit auf die Einladungskarte schreiben.

Taufe planen: Wen laden wir ein?

Grundsätzlich gibt es natürlich keine verbindlichen Regeln dafür, mit wem Sie die Taufe feiern müssen. Die engsten Verwandten und die Paten sind in der Regel mit dabei. Ob Sie den Kreis der Gäste beispielsweise auf Ihre Freunde ausdehnen möchten, ist eine Frage des Geschmacks und vor allem des Budgets. Bedenken Sie außerdem, dass es sich gehört, den Priester zu Kaffee und Kuchen einzuladen.

Taufe organisieren: Die wichtigsten Planungsaspekte

Wenn Sie die Taufe und die anschließende Feier planen möchten, sollten Sie die folgenden Aspekte berücksichtigen:

Gastgeschenk zur Taufe

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  • Kosten für die Taufe: Die Taufe an sich kostet nicht viel, den größten Kostenfaktor stellt die Feier dar. Überlegen Sie sich vorher, wie hoch Ihr Budget ist, damit es hinterher keine bösen Überraschungen gibt.
  • Tischdeko für die Taufe: Für die Deko und Tischkarten zur Taufe greift man gerne auf helle Pastelltöne zurück, Rosé und Rosa sowie Mintgrün und Hellblau sind dabei besonders beliebt. Wählen Sie passende Servietten, Tischbänder, Kerzen und Streuartikel aus, um der Tafel den idealen Look zu verleihen. Typische Taufsymbole wie zum Beispiel Tauben dürfen dabei gerne auftauchen.
  • Gastgeschenke zur Taufe: Zu immer mehr Anlässen gibt man den Gästen Gastgeschenke mit auf den Weg. Machen Sie sich rechtzeitig Gedanken darüber, ob Sie dies möchten. Hierfür eignen sich beispielsweise Bonbontütchen oder ein kleiner Bilderrahmen mit einem Familienfoto.
  • Taufkerze: Die Taufkerze können Sie entweder fertig kaufen oder selbst gestalten. Wachsstreifen und -motive erhalten Sie im Bastelgeschäft oder auch online. Hier finden Sie eine Anleitung, wie Sie wunderschöne Taufkerzen ganz einfach selbst basteln können. Denken Sie daran, einen passenden Kerzenhalter zu besorgen, damit Sie die Taufkerze bei der Feierlichkeit angemessen präsentieren können.
  • Fotografieren: Wünschen Sie sich einen professionellen Fotografen für die Taufe? Dann sollten Sie rechtzeitig bei einem Profi anfragen, denn die Termine sind oft heiß begehrt. Alternativ können Sie bei fotobegabten Freunden oder Verwandten nachfragen, ob sie die Aufgabe des Fotografierens übernehmen würden.
  • Kleidung: Sie benötigen für Ihr Kind festliche Kleidung und gegebenenfalls ein Taufkleid. Auch die Erwachsenen tragen zu diesem Anlass festliche Kleidung, wobei es nicht unbedingt gleich die Abendrobe und der Smoking sein müssen.
  • Torte: Kaffee und Kuchen gibt es bei den meisten Tauffeiern. Die Pflicht für eine aufwändige Tauftorte gibt es allerdings nicht – ein normales Kuchenbuffet reicht natürlich auch völlig.